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Allgemeine Fragen

BottleCrop ist ein hydroponisches System, das heisst, es funktioniert ohne Erde. Eine Flasche wird zunächst mit Nährstoffen und Wasser gefüllt. In einen speziell entwickelten Anzuchttrichter werden ein Stück Substrat und ein Samenkorn abgelegt. Anschließend stellt man alles auf eine sonnige Fensterbank. Nach 6-8 Wochen kann der Salat geerntet werden. Eine genaue Kultivierungsanleitung ist dem Produkt beigelegt.

Der Begriff hydroponisch  bedeutet übersetzt soviel wie „mit Wasser arbeiten“. Die Hydroponik umfasst verschiedenste Anbaumethoden wie etwa die Aeroponik, Aquaponik und die Dünnschichtkultur. Der Vorteil besteht darin, dass in der Regel auf Boden und große Substratmengen verzichtet werden kann, denn alle Nährstoffe, die die Pflanze zum Wachsen benötigt sind in der Nährlösung enthalten. Der hydroponische Anbau zeichnet sich vor allem aber dadurch aus, dass sowohl das Wasser als auch die Nährstoffe in einem geschlossenen System zirkulieren und so ein effizientes Wirtschaften möglich ist.

BottleCrop zeichnet sich besonders durch seinen geringen Wasser- und Nährstoffverbrauch aus.

Wasserverbrauch

Je nach Standort und Jahreszeit benötigt ein Salat im offenen Feldanbau eine große Menge an Wasser. Der weltweite Durchschnitt liegt bei Kopfsalat etwa bei 130 Litern pro Salatkopf. Hier hinein gerechnet werden Niederschläge und Gießwasser. Der Grund für die große Menge ist dadurch begründet, dass das meiste Wasser gar nicht bei der Pflanze ankommt, sondern vorher verdunstet, oder im Boden versickert. Weiterhin benötigen Pflanzen im Freiland mehr Wasser, weil der Wind die Verdunstung über die Blätter zusätzlich erhöht. Bei BottleCrop ist das Wasservolumen durch die Größe der Flasche vordefiniert. Das Wasser kann nicht versickern und durch den engen Flaschenhals nur geringfügig verdunsten. Somit ergibt sich eine Wasserersparnis von bis zu 97% gegenüber dem Feldanbau.

Nährstoffe

Die Kunst des hydroponischen Gärtnerns liegt darin, die Ansprüche der Pflanzen genau zu kennen. Dies betrifft insbesondere den Nährstoffbedarf. BottleCrop wurde so entwickelt, dass exakt ein Salat mit einer Dosis Nährstoffen aufgezogen werden kann. Nicht weniger und auch nicht mehr. Im offenen Feldanbau benötigen auch alle Pflanzen Nährstoffe zum wachsen. Diese werden als verschiedenste Dünger in das Feld eingearbeitet. In der Regel eher zu viel als zu wenig. Einige Nährstoffe sind sehr flüchtig und können bei Regen schnell ausgewaschen werden wobei sie ins Grundwasser und die Gewässersysteme gelangen können – mit den bekannten Auswirkungen für die Umwelt. BottleCrop ist ein geschlossenes hydroponisches System. Hier können keine Nährstoffe ausgewaschen werden und es müssen nur soviel Nährstoffe eingesetzt werden, wie der Salat tatsächlich benötigt.

Bei den Salaten und Kräutern, die wir zusammen mit BottleCrop anbieten, handelt es sich um moderne Züchtungen, die auch in Deutschland im Supermarkt zu finden sind. Bei der Auswahl der Saatgutproduzenten haben wir darauf geachtet, dass in diesen Unternehmen klassische Züchtung und keine künstliche Veränderungen des Erbgutes vorgenommen wird.

Wir haben derzeit drei Salattypen im Angebot. Es handelt sich dabei um sogenannte 1-Cut-ready-Salate, die sich dadurch auszeichnen, dass mit einem einzigen Schnitt der gesamte Salatkopf in viele, gleichgroße Teile zerfällt.

Bei den Kräutern bieten wir ab Herbst 2014 zwei verschiedene Basilikum-Sorten an. Eine großblättrige, sehr beliebte Variante und eine kleinblättige, buschige Variante (Neuheit!)

BottleCrop-Salate sind frei von Erde und Pflanzenschutzmitteln. Dennoch gilt auch hier: Grundsätzlich sollte alles Obst und Gemüse vor dem Verzehr unter frischem Leitungswasser gewaschen werden.

Nach europäischen Gesichtspunkten handelt es sich bei BottleCrop-Salaten nicht um Bio-Produkte. Das ist vor allem zwei Definitionen geschuldet:

1. Laut EU-Richtlinie müssen Bio-Produkte in gewachsenem Boden produziert werden.

2. Der für die Produktion verwendete Stickstoff darf nicht aus künstlichen Quellen stammen.

Dass heisst jedoch nicht, dass BottleCrop-Salate weniger gesund wären. Die nachhaltige Produktionsweise (siehe „Wie nachhaltig ist BottleCrop“) und der völlige Verzicht auf Pflanzenschutzmittel (auch im Bio-Anbau werden Pflanzenschutzmittel eingesetzt) lassen ein Produkt entstehen, dass mit gutem Gewissen verzehrt werden kann. Organische Dünger (Jauche, Vinasse,…) können und sollten in einem hydroponischen System nicht angewendet werden.

P.S. In den USA bespielsweise wären BottleCrop-Salate Bio-Produkte

Bei dem mitgelieferten Saatgut handelt es sich um Samen, die bereits kurz mit Wasser in Kontakt gekommen sind und anschließend wieder getrocknet wurden (Priming). Diesen Trick benutzen Saatguthersteller, um das Saatgut beim Kunden schneller und sicherer zum Keimen zu bringen. Diese Saatgutbehandlung verringert jedoch die Dauer der Keimfähigkeit. Insgesamt ist das jedoch selten ein Problem, da jedes Jahr neue Salatsorten auf den Markt kommen.

Das Saatgut für BottleCrop wurde zusätzlich pilliert. Das heisst zum Schutz vor Schadorganismen und zum besseren handling der sehr kleinen Samen wurden sie von einer kleinen Tonkugel umschlossen.

Pflanzen benötigen, wie Menschen und Tiere auch, zahlreiche Nährstoffe. Normalerweise entnehmen sie diese dem Boden, den der Landwirt oder Gärtner zuvor gedüngt hat.

Zu den wichtigen Nährstoffen gehören Stickstoff, Phosphor, Kalium, Schwefel und Magnesium sowie einige Mikronährstoffe. Das Verhältnis dieser Nährstoffe zueinander ist von entscheidender Bedeutung und variiert von Art zu Art. Für BottleCrop haben wir eine Düngermischung ausgewählt, die optimal auf die verwendeten Pflanzen angepasst ist.

Dem Nährstoff-Mix ist ein Farbpigment hinzugefügt. Dieses ermöglicht dem Anwender zu erkennen, ob und welcher Dünger in der Nährlösung enthalten ist. Die Intensität gibt keinen Hinweis auf die Nährstoffkonzentration. Die Färbung soll außerdem verhindern, dass die Nährlösung für ein Getränk gehalten wird.

BottleCrop kann derzeit über unseren Online-Shop unter shop.integar.de bezogen werden.

Großkunden und Wiederverkäufer können sich direkt an uns wenden, um Konditionen und Lieferbedingungen zu erfahren.

Wir haben BottleCrop so entwickelt, dass die Umwelt maximal geschont wird.

Alle Komponenten von BottleCrop sind recycelbar.

Der Schutzkarton und die Versandverpackung bestehen aus Wellpappe und sind zu 100% aus recyceltem Altpapier gefertigt. Um sie zu entsorgen, kannst Du sie einfach in die Blaue Tonne oder die Sammelbehälter für Pappe schmeißen.

Bei der Flasche handelt es sich um eine lebensmittelechte PET-Flasche, wie sie auch für alle möglichen Getränke verwendet wird. Sie ist einfach zu reinigen und kann immer wieder verwendet werden. So gesehen ist sie eine echte Mehrwegflasche. Solltest Du sie dennoch entsorgen wollen, gebe sie einfach in die Gelbe Tonne.

Der Trichter besteht aus weißem Polypropylen (PP). Sollte er keine weitere Verwendung in Deinem Haushalt finden, kannst Du ihn über die Gelbe Tonne entsorgen.

Alle Druckverschlussbeutel, auf die wir aus Sicherheitsgründen nicht verzichten können, bestehen aus PE-Folie und können über die Gelbe Tonne wiederverwertet werden. Wir haben darauf geachtet, dass die verwendeten Aufkleber rückstandsfrei entfernt und separat entsorgt werden können.

Die Röhrchen aus der Nährstoff-Mischung bestehen aus Styropor. Bevor Du sie entsorgst, spüle die Reste der Nährstoffe unter fließendem Wasser aus. Danach können sie in die Gelbe Tonne.

Solltest Du größere Nährstoffmengen übrig haben, ohne dass Du sie noch weiter benötigst, kannst Du sie:

1. In 3 Liter Wasser auflösen (1 Röhrchen pro 3 Liter) und damit Deine Zimmerpflanzen gießen. Sie freuen sich über Extra-Dünger.

2. Einfach an uns zurückschicken, wir kümmern uns darum.

3. Du gibst die Röhrchen bei einer öffentlichen Sammelstelle zusammen mit dem Etikett ab.

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Fragen zur Kultivierung

Grundsätzlich gilt: Hell, trocken und nicht zu warm.

Alle Pflanzen brauchen Licht um wachsen zu können. Je mehr, umso schneller geht es voran. Gleichzeitig sollte vor allem bei Salat die Umgebungstemperatur nicht zu hoch sein. Salate neigen zu schossen wenn es zu warm wird. Wir empfehlen daher bei großer Hitze den BottleCrop an einen kühleren Ort zu stellen. Damit der Schutzkarton nicht leidet, sollte BottleCrop nur innerhalb von Häusern verwendet werden.

Das Wachtum des Salates ist in verschiedene Phasen unterteilt. Insgesamt benötigt er von der Aussaat bis zur Ernte zwischen 6 und 8 Wochen.

Die Keimphase dauert etwa 4 bis 7 Tage. Innerhalb dieser Zeit sollten beide Keimblätter voll ausgebildet und bereits das erste Laubblatt zu sehen sein (falls innerhalb von 7 Tagen keine Keimung stattgefunden hat, muss das Samenkorn entfernt und durch ein neues ersetzt werden).

In den folgenden Wochen findet das Wachstum des Salates zunächst scheinbar langsam statt. Hier ist Geduld gefragt. Je mehr Blattmasse aufgebaut wird, umso schneller wächst die Pflanze. In den letzten zwei Wochen vor der Ernte wächst der Salat am schnellsten.

Wir empfehlen die Kultivierung von BottleCrop-Salaten auf der Fensterbank nur in der Zeit von März bis spätestens Oktober (gilt für Nordeuropa). Der Grund dafür liegt im mangelnden Tageslichtangebot außerhalb dieser Jahreszeit. Pflanzen benötigen viel Licht, um ausreichend Photosynthese betreiben zu können.

Das Anzuchtsubstrat steht zu Beginn etwa 1 cm in der Nährlösung. Es ist also ständig feucht. Später, wenn die Wurzeln in die Nählösung gewachsen sind und die Pflanze versorgen, sinkt der Wasserspiegel in der Flasche und das Substrat trocknet ein.

Dieser Vorgang ist ganz normal und soll auch so sein. Der Wurzelhals, also der Bereich zwischen Wurzel und Spross, kann problemlos trocken liegen. So können auch keine pilzlichen Infektionen an dieser Stelle auftreten.

Wenn es sehr warm ist kann es dazu kommen, dass der Salat seine Blätter schlapp nach untern hängen lässt. Der Grund dafür liegt nicht am fehlenden Wasser, davon steht dem Salat ja ausreichend zu Verfügung. Die Ursache ist vielmehr die fehlende Luftbewegung in der Wohnung. Sobald die direkte Sonne weg ist (z.B. Abends), richtet sich der Salat langsam wieder auf und gelangt zu alter Frische.

Der Effekt kann folgendermaßen beschrieben werden: die Pflanze veratmet aufgrund der hohen Temperaturen bei direkter Sonneneinstrahlung verstärkt Wasser (ähnlich wie wir Menschen beim Schwitzen). Da es jedoch nicht zu einer schnellen Abführung des Wasserdampfes kommt, sinkt der Zelldruck in der Pflanze und der Salat schlappt. In der freien Natur gibt es immer ein winziges bisschen Luftbewegung, da passiert soetwas nicht.

Was kann man dagegen machen?
Häufig reicht schon Lüften, oder den Salat kurz aus der Sonne zu nehmen und die Blätter beginnen wieder knackig zu werden.

Wenn uns die Sonne im Sommer richtig einheizt ist das für die Salatentwicklung nur bedingt förderlich. Obwohl es der Salatkopf hell mag, kann eine zu hohe Temperatur dazu führen, dass der Salat beginnt zu schossen, also in die Höhe zu wachsen. Teilweise mit enormer Länge, wie uns BottleCrop-Benutzer berichteten.

Der Effekt des Schossens ist genetisch bedingt und kann nicht wieder unterbrochen oder rückgängig gemacht werden. Obwohl unsere SALANOVA-Salate nur eine geringe Neigung zum Schossen haben bei warmen Temperaturen, kann der Effekt bei großer Hitze (> 25°C) trotzdem in jeder Wachstumsphase auftreten.

Ein geschossener Salat sieht vielleicht im ersten Moment ein wenig ungewöhnlich aus, er kann aber in jedem Fall bedenkenlos gegessen werden.

Was kann man tun, um das Schossen zu vermeiden?
Wenn sich eine Hitzewelle ankündigt empfiehlt es sich den Salat von der Südseite wegzustellen und eine östliche oder westliche Ausrichtung zu wählen. Die Helligkeit stell hierbei nicht das Problem dar, sondern die Temperatur. Vor allem der Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur sollte möglichst hoch sein. Nachts zu lüften hilft in vielen Fällen schon. Auch ein sonniges, aber kühles Treppenhaus eignet sich besonders gut.

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